Tierseuchenradar Österreich – Januar 2022

Im österreichischen Tierseuchenradar werden Informationen zur internationalen Lage und Ausbreitung der bedeutendsten Tierseuchen und Tierkrankheiten, die für Österreich relevant sind, bewertet und zusammengestellt. Dadurch können mögliche Risiken für Österreich früh erkannt und kommuniziert werden. Der Tierseuchenradar erscheint monatlich.

Für Deutschland und die Schweiz stehen mit dem Radar Bulletin entsprechend länderspezifische Beurteilungen der Tierseuchen-Risiken monatlich zur Verfügung.

CAVE: Im folgenden Bericht bezieht sich der Begriff "Fall" auf die im Animal Disease Information System (ADIS) gemeldeten Ausbrüche (Seuchenmeldungen) und nicht auf die Anzahl der einzelnen betroffenen Tiere.

Die Datenabfrage erfolgt im ADIS zum angegebenen Stichtag. Gemeldete Fälle nach dem Stichtag der Abfrage sind nicht dargestellt.

Gesichtete Quellen: ADIS

Definition der Ampelfarben:

rot-schwarzes Symbol Rot-Schwarz: Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen.
rotes Symbol Rot: Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen.
oranges Symbol Orange: Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist mittel. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angezeigt.
grünes Symbol Grün: Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.
Neue Meldungen Nov. Dez. Jan.
ASP Afrikanische Schweinepest: Im Januar 2022 wurden in Europa 46 Ausbrüche bei Hausschweinen und 844 bei Wildschweinen gemeldet. Im Vergleich zu den Vormonaten ist die Anzahl der ASP-Fälle bei Hausschweinen und Wildschweinen gesunken. Die Situation in den Nachbarländern bleibt für Österreich besorgniserregend, da Ungarn, die Slowakei, Deutschland und Italien im Januar Fälle von ASP bei Wildschweinen gemeldet haben. Aufgrund der geringen Entfernung zur österreichischen Staatsgrenze wird das Risiko für Österreich als hoch eingestuft. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen.
HPAI Hochpathogene aviäre Influenza: Im Januar 2022 wurden in Europa 951 Ausbrüche von HPAI aus 25 Ländern gemeldet. Fälle waren bei Geflügel in Deutschland, Italien, Niederlanden, Ungarn, Polen, Frankreich, Dänemark, Tschechien, Kroatien, Bulgarien, Spanien, Kosovo und Moldawien und Fälle bei Nicht-Geflügel in Deutschland, Italien, Niederlande, Ungarn, Polen, Frankreich, Dänemark, Irland, Belgien, Slowenien, Schweden, Österreich, Tschechien, Kroatien, Bulgarien, Slowakei, Portugal, Norwegen, Finnland, Spanien, Rumänien, Luxemburg und Lettland zu verzeichnen.
Im Januar traten in Österreich 12 Fälle von HPAI bei Nicht-Geflügel auf. Es besteht ein hohes Risiko eines Eintrags auch in Geflügelbestände und einer Übertragung auf in Gefangenschaft gehaltene Vögel.
Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen. Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen. Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen.
RABIES Tollwut: Fälle waren in Polen und der Türkei zu verzeichnen. In Österreich treten Fälle von terrestrischer Wut aktuell nicht auf. Das Risiko wird als gering eingestuft. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.
BT Blauzungenkrankheit: im Januar gab es keine Meldungen in Europa. Nachdem im November noch 2 Fälle in Portugal gemeldet wurden, traten im Dezember bereits keine BT-Fälle mehr in Europa auf. Es ist nach aktueller Datenlage davon auszugehen, dass das Seuchengeschehen derzeit in Europa zum Erliegen gekommen ist. Die vektorfreie Zeit für Österreich wurde von 01.12.2021 bis 30.04.2022 festgelegt. Das Risiko für Österreich wird als gering eingestuft. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig. Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.
Icon SchweinIcon Info
Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen.

Afrikanische Schweinepest

Situation

Situation in Österreich

Österreich ist bisher von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschont geblieben, allerdings kommt sie seit 2018 in einigen direkten Nachbarländern wie Ungarn, der Slowakei, Deutschland und Italien vor.

Situation in Europa

Im Januar 2022 wurden in Europa 46 Ausbrüche bei Hausschweinen und 884 bei Wildschweinen gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Anzahl der ASP-Fälle bei Hausschweinen und bei Wildschweinen gesunken (im Vormonat 87 bzw. 1273 Fälle, siehe Tabelle ASP-Fälle und Abbildung ASP-Karte).

Hausschweine

Im Januar 2022 (Stichtag: 03.02.2022) gab es zahlreiche Ausbrüche bei Hausschweinen in Rumänien (40). Bulgarien meldete 2 Ausbrüche, die Slowakei, Moldawien, Nordmazedonien und Italien (Sardinien) meldeten jeweils einen Ausbruch (siehe Tabelle ASP-Fälle).

Die Situation in Rumänien bleibt mit 40 gemeldeten Fällen besorgniserregend, auch wenn die Fallzahlen im Vergleich zum November (78) weiter gesunken sind. Die meisten Ausbrüche fanden in Kleinhaltungen statt, jedoch wurde ASP innerhalb des Berichtzeitraums auch in 2 Betrieben mit mehr als 500 Tieren nachgewiesen.

In Bulgarien, der Slowakei, Moldawien, Nordmazedonien und Italien waren ausschließlich Kleinhaltungen betroffen.

Wildschweine
Im Januar 2022 (Stichtag: 03.02.2022) meldeten 11 Länder, von denen 4 an Österreich grenzen, Fälle von ASP bei Wildschweinen. Die meisten Fälle wurden in Polen (281) gemeldet, gefolgt von Rumänien (123), Deutschland (112) und der Slowakei (81) (zur räumlichen Verteilung siehe Detaildarstellung in Abbildung ASP-Karte). Die Anzahl der ASP-Fälle in Ungarn ist leicht gestiegen (54). Italien meldete ASP bei 3 am 5. bzw. 7. Januar tot gefundenen Wildschweinen in den Regionen Piemont und Ligurien. Dies stellte den ersten Nachweis von ASP auf dem italienischen Festland dar. Weitere ASP Meldungen bei Wildschweinen aus diesen Regionen folgten (nähere Informationen siehe Kommentar). Zu den weiteren Nachweisen in Europa siehe Tabelle ASP-Fälle.
Tabelle ASP-Fälle: Anzahl der ASP-Meldungen im ADIS für Hausschwein (HS), Wildschwein (WS) im Zeitraum von 01.11.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
November
Dezember
Januar
HS WS HS WS HS WS
Polen 3 350 2 524 0 281
Deutschland 1 318 0 261 0 112
Rumänien 104 56 78 112 40 123
Slowakei 0 72 2 93 1 81
Bulgarien 1 51 0 119 2 44
Lettland 0 46 0 72 0 79
Ungarn 0 23 0 39 0 54
Litauen 0 36 0 41 0 24
Italien 0 6 2 5 1 31
Estland 0 9 0 7 0 14
Ukraine 2 1 2 0 0 1
Moldawien 0 0 1 0 1 0
Nordmazedonien 0 0 0 0 1 0
GESAMT 111 968 87 1273 46 844
Europakarte zu ASP-Fällen wie in "Situation in Europa" beschrieben.
Abbildung ASP-Karte: Karte der im ADIS gemeldeten ASP-Fälle für Hausschwein, Wildschwein im Zeitraum von 01.11.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
Verlaufsgrafik zu ASP-Fällen in Europa: Die Anzahl der gemeldeten ASP-Fälle beim Wildschwein stieg in den kälteren Wintermonaten, während die Zahl der Fälle bei Hausschweinen in den Sommermonaten, ab Juli/August, anstieg. Im Dezember ist die Anzahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen leicht gestiegen und bei Hausschweinen gesunken. Eine Detailbeschreibung finden Sie im Kapitel "Situation in Europa" und im Kapitel "Kommentar".
Abbildung ASP-Verlauf: Zeitlicher Verlauf der im ADIS gemeldeten ASP-Fälle für Hausschwein, Wildschwein im Zeitraum von 01.02.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
Verlaufsgrafik zur Entfernung der ASP-Fälle zur Staatsgrenze: Im Dezember 2021 betrug die Distanz der ASP-Fälle zur österreichischen Staatsgrenze ca. 105. km. Seit Mitte September 2020 blieb dieser Wert konstant. Eine Detailbeschreibung finden Sie im Kapitel "Situation in Europa" und im Kapitel "Kommentar".
Abbildung ASP-Distanz: Distanz der im ADIS gemeldeten ASP-Fälle zur österreichischen Staatsgrenze im Zeitraum von 01.02.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).

Folgen für Österreich

Für Österreich bleibt das Risiko einer Einschleppung von ASP hoch. Es wird eindringlich vor dem Mitbringen von Schweine- oder Wildschweinefleisch und anderen von diesen Tieren stammenden Produkten aus betroffenen Gebieten gewarnt. Das ASP-Virus ist extrem lange in der Umwelt überlebensfähig, vor allem in Blut, Fleischprodukten und Kadavern.

In Österreich müssen seit Ende 2019 zum Zweck der Früherkennung alle tot aufgefundenen Wildschweine gemeldet und von der AGES auf das ASP-Virus untersucht werden. Daneben erfolgt auch eine Untersuchung von Aborten sowie von klinisch oder pathologisch auffälligen Hauschweinen und von Organproben aus dem ASP- und KSP-Stichprobenplan.

Tierhalter können die “ASP-Risikoampel” oder den online Fragebogen “Biocheck” verwenden, um die Biosicherheit ihrer Betriebe kostenlos und anonym zu überprüfen.

Im seit 21. April 2021 geltenden Tiergesundheitsrecht (Verordnung (EU) 2016/429) und den in Abhängigkeit davon geltenden zusätzlichen Rechtsakten der Europäischen Kommission, im Besonderen der Delegierten Verordnung (EU) 2020/687, der Durchführungsverordnung (EU) 2021/605 (zuletzt geändert durch die Durchführungsverordnung (EU) 2022/136) und der ASP-Verordnung 2005 sind Zuständigkeiten und Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in allen Mitgliedstaaten und damit in Österreich festgelegt. Im Anhang Teil I bis III der Durchführungsverordnung (EU) 2022/136 sind die geltenden Gebiete (Sperrzonen I, II und III) mit erhöhtem Risiko einer Ausbreitung der Seuche ASP festgelegt.

Kommentar

Wie schon im Vorjahr beobachtet wurde, scheint generell die Anzahl der Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa in den Sommermonaten, ab Juli/August, anzusteigen und in den kalten Monaten zu sinken. Im Gegensatz dazu steigt die Anzahl der gemeldeten ASP-Fälle beim Wildschwein in den kälteren Wintermonaten und sinkt in den wärmeren Sommermonaten (für einen Vergleich siehe Abbildung ASP-Verlauf im Bericht von März 2021).

Beginnend mit 5. Januar 2022 traten in den Regionen Piemont (2 Fälle) und Ligurien (1 Fall) im Norden Italiens die ersten 3 Fälle von ASP bei Wildschweinen auf dem italienischen Festland auf und weitere Nachweise folgten. Während auf Sardinien seit 1978 das ASP-Virus Genotyp I endemisch auftritt, wurde in diesen aktuellen Fällen der hochpathogene Genotyp II nachgewiesen, der seit 2007 auch in anderen Ländern Europas zirkuliert, und der für den derzeitigen Seuchenzug charakteristisch ist. Es handelt sich also um einen von den Fällen auf Sardinien unabhängigen Eintrag der Seuche nach Italien. Der Ursprung ist bisher nicht geklärt. Die nächstgelegenen Fälle von ASP Genotyp II liegen in einer Entfernung von über 800 km im Osten Deutschlands und über 1000 km in Ungarn. Die Distanz der Fälle in Italien zur österreichischen Staatsgrenze beträgt zwischen 260 und 271 km. Das Risiko eines Eintrages nach Österreich durch einwandernde Tiere ist aufgrund der Alpen als geographische Barriere mit geringer Wildschweindichte nicht wesentlich erhöht. Die Weiterverbreitung durch den Menschen über weite Distanzen hinweg steht weiterhin im Vordergrund bei der Ausbreitung von ASP. In unmittelbarer Nähe zu den Fällen in Norditalien verläuft die von Mailand kommende A7 und die Europastraße 25 (E25), die von Norden nach Süden durch die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz und Italien verläuft. Zu den Fällen in Italien siehe auch hier.

Die Anzahl der Ausbrüche in Europa bei Hausschweinen, insbesondere in Rumänien, gibt weiter Anlass zur Sorge. Für Österreich bleibt der indirekte Eintrag von ASP durch den Menschen aus Ländern östlich Österreichs das vordergründige Risiko.

Im Januar betrug die kürzeste Distanz eines bestätigten ASP-Falles zur österreichischen Staatsgrenze 106 km, welcher in Ungarn auftrat (siehe Abbildung ASP-Distanz).

Quellen

ADIS, FLI, PROMED
Icon HuhnIcon VogelIcon Info
Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen.

Hochpathogene aviäre Influenza

Situation

Situation in Österreich

Nach 10 Fällen von HPAI im Vormonat erfolgten im Januar 12 Nachweise von HPAIV bei Nicht-Geflügel in Österreich. Betroffen waren Wildwasservögel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld (2 Schwäne), Wien (2 Schwäne), Bruck an der Leitha (2 Gänse), Graz-Umgebung (1 Schwan), Gmünd (1 Graugans), Klagenfurt-Land (3 Schwäne), Rohrbach (51 Hühner/Enten) und Leibnitz (2 Schwäne).

Situation in Europa

Im Januar 2022 wurden in Europa bei Geflügel 275 Fälle von HPAI und 676 Fälle bei Nicht-Geflügel gemeldet (Stichtag: 03.02.2022). Die Gesamtzahl von 951 Meldungen ist im Vergleich zum Vormonat (722 Meldungen) deutlich gestiegen. Nachdem die Fallzahlen in den zurückliegenden Wintermonaten gestiegen sind, erreichen die Fallzahlen im Berichtszeitraum einen Höchstwert (siehe Abbildung HPAI-Verlauf). Die Anzahl der Länder, in denen HPAIV im Beobachtungszeitraum nachgewiesen wurde ist von 23 im Vormonat auf 25 im Januar weiter gestiegen. Zum Stichtag gingen im ADIS Meldungen aus Finnland, Spanien, Kosovo, Lettland und Moldawien ein, nachdem in diesen Ländern im Dezember keine Fälle auftraten. Wie im Vormonat meldeten weiterhin Deutschland, Italien, Niederlande, Ungarn, Polen, Frankreich, Dänemark, Irland, Schweden, Belgien, Slowenien, Tschechien, Österreich, Bulgarien, Kroatien, Slowakei, Portugal, Norwegen, Luxemburg, Rumänien, Bosnien und die Schweiz Fälle von HPAI. Den stärksten Anstieg meldeten Frankreich mit 211 Fällen (Vormonat 49) und Deutschland mit 348 Fällen (Vormonat 194), während sich in Italien die Fälle mit 11 Meldungen im Vergleich zum Vormonat (181 Fälle) deutlich verringert haben. Keine Nachweise von HPAIV mehr wurden aus Estland, Griechenland und der Ukraine gemeldet (siehe Tabelle HPAI-Fälle).

Im Gegensatz zu den Sommermonaten, in denen HPAI-Fälle gehäuft in Küstengebieten der Nord- und Ostsee auftreten, sind in den Wintermonaten 2021/2022 auch Geflügelbestände und Nicht-Geflügel vermehrt in ganz Europa betroffen. Diese Entwicklung setzt sich im Januar weiter fort. Bis auf die Schweiz erfolgten in allen Nachbarländern Österreichs Nachweise von HPAIV bei Geflügel oder Nicht-Geflügel (siehe Abbildung HPAI-Karte). Der Nachweis von HPAI erfolgte neben Wildvögeln gehäuft in Hinterhof- und Hobbyhaltungen. Weiterhin betroffen waren jedoch auch Betriebe mit mehreren zehntausend verstorbenen oder gekeulten Gänsen, Enten, Puten oder Hühnern.

Einen umfassenden Überblick der European Food Safety Authority (EFSA) über den aktuellen Seuchenzug und den Vergleich zu vorherigen Jahren finden Sie hier.

Geflügel

Nachdem im Vormonat europaweit 360 HPAI-Fälle in das ADIS eingemeldet wurden, sinkt im Januar die Anzahl der betroffenen Betriebe auf 275 deutlich. Mit Deutschland (9 Fälle), Italien (10 Fälle), Niederlande (7 Fälle), Ungarn (15 Fälle), Polen (16 Fälle), Frankreich (202 Fälle), Dänemark (3 Fälle), Tschechien (4 Fälle), Kroatien (1 Fall), Bulgarien (3 Fälle), Spanien (1 Fall), Kosovo (2 Fälle) und Moldawien (1 Fall) meldeten 13 Länder HPAI-Fälle im Berichtszeitraum (siehe Tabelle HPAI-Fälle). In allen Fällen wurde HPAI Subtyp H5N1 bzw. H5 nachgewiesen. Im Vergleich zu den Vormonaten ist eine deutliche Verbreitung auch in die südlichen und östlichen Länder Europas zu beobachten. In Regionen mit einer hohen Betriebsdichte sind teilweise eine Vielzahl von Betrieben in räumlicher Nähe zueinander betroffen (siehe Abbildung HPAI-Karte).

Mit einer Entfernung von 15 km trat der HPAI-Fall bei Geflügel in Tschechien mit der geringsten Distanz zur österreichischen Staatsgrenze auf (siehe Abbildung HPAI-Distanz).

Nicht-Geflügel

Die Anzahl der HPAI-Meldungen bei Nicht-Geflügel hat sich im Januar in Europa mit 676 Fällen im Vergleich zum Vormonat (362 Fälle) stark erhöht. Die im Beobachtungszeitraum festgestellten Fälle bei Nicht-Geflügel sind weiterhin mehrheitlich in Küstengebieten im Norden Europas lokalisiert, treten jedoch auch im Rest Europas vermehrt auf (siehe Abbildung HPAI-Karte). Die Zahl der betroffenen Länder bleibt mit 23 unverändert zum Vormonat. Finnland (3 Fälle), Spanien (6 Fälle) und Lettland (2 Fälle) meldeten im Januar Nachweise von HPAIV bei Nicht-Geflügel, nachdem im Vormonat aus diesen Ländern keine Meldungen vorlagen. Wie im Vormonat meldeten weiterhin Deutschland (339 Fälle), Italien (1 Fall), Niederlande (146 Fälle), Ungarn (12 Fälle), Polen (18 Fälle), Frankreich (9 Fälle), Dänemark (43 Fälle), Irland (4 Fälle), Schweden (12 Fälle), Belgien (17 Fälle), Slowenien (29 Fälle), Österreich (12 Fälle), Tschechien (1 Fall), Bulgarien (1 Fall), Kroatien (6 Fälle), Slowakei (4 Fälle), Portugal (6 Fälle), Norwegen (2 Fälle), Luxemburg (1 Fall) und Rumänien (2 Fälle) positive Nachweise von HPAIV bei Nicht-Geflügel. Im Gegensatz zum Vormonat wurden aus Estland, Griechenland und der Ukraine keine Fälle mehr gemeldet. Der HPAI Subtyp H5N1 dominiert auch bei Nicht-Geflügel deutlich das Infektionsgeschehen.

Der österreichischen Staatsgrenze naheliegende Fälle von HPAI bei Nicht-Geflügel traten im Januar in der Slowakei (3 km) und Slowenien (12 km) auf (siehe Abbildung HPAI-Distanz).
Tabelle HPAI-Fälle: Anzahl der HPAI-Meldungen im ADIS für Geflügel (GE), Nicht-Geflügel (NG) im Zeitraum von 01.11.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
November
Dezember
Januar
GE NG GE NG GE NG
Deutschland 19 239 25 169 9 339
Italien 120 5 171 10 10 1
Niederlande 6 50 2 80 7 146
Frankreich 1 4 31 18 202 9
Ungarn 29 3 69 5 15 12
Polen 27 3 37 5 16 18
Dänemark 1 22 2 16 3 43
Irland 3 23 3 8 0 4
Belgien 0 11 3 9 0 17
Slowenien 0 0 1 8 0 29
Schweden 0 9 3 9 0 12
Österreich 0 1 0 10 0 12
Tschechien 5 5 4 2 5 1
Kroatien 1 4 0 2 1 6
Bulgarien 1 1 5 1 3 1
Slowakei 1 2 2 2 0 4
Portugal 0 0 2 1 0 6
Norwegen 2 3 0 1 0 2
Finnland 0 4 0 0 0 3
Spanien 0 0 0 0 1 6
Estland 0 4 0 2 0 0
Rumänien 0 2 0 1 0 2
Luxemburg 0 2 0 1 0 1
Kosovo 0 0 0 0 2 0
Lettland 0 0 0 0 0 2
Bosnien 0 1 0 0 0 0
Griechenland 0 0 0 1 0 0
Moldawien 0 0 0 0 1 0
Schweiz 0 1 0 0 0 0
Ukraine 0 0 0 1 0 0
GESAMT 216 399 360 362 275 676
Europakarte zu HPAI-Fällen wie in "Situation in Europa" beschrieben.
Abbildung HPAI-Karte: Karte der im ADIS gemeldeten HPAI-Fälle für Geflügel, Nicht-Geflügel im Zeitraum von 01.11.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
Verlaufsgrafik zu HPAI-Fällen in Europa: Im Zuge des Frühjahrzuges der Wildvögel im April und Mai wurden vermehrt Fälle bei Wildvögeln festgestellt. Mit Beginn des Herbstzuges ab November kam es zu einem drastischen Anstieg der Fälle bei Wildvögeln mit steigenden Fallzahlen auch beim Hausgeflügel. Im Januar kam es zu einem erneuten starken Anstieg der Fälle, wobei hauptsächlich Hausgeflügel betroffen war. Ab Februar sind hingegen sind wieder hauptsächlich Wildvögel betroffen. Die Fallzahlen steigen im März auf einen Höchststand im Seuchenverlauf. In den Sommermonaten entspannt sich das aktuelle Seuchengeschehen deutlich. Fälle von HPAI treten nur noch vereinzelt auf.
Abbildung HPAI-Verlauf: Zeitlicher Verlauf der im ADIS gemeldeten HPAI-Fälle für Geflügel, Nicht-Geflügel im Zeitraum von 01.02.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
Verlaufsgrafik zur Entfernung der HPAI-Fälle zur Staatsgrenze: Im Januar betrug die Distanz der HPAI-Fälle zur österreichischen Staatsgrenze ca. 50 km und stieg danach auf ca. 200 km an. Von Mitte März bis Oktober blieb dieser Wert konstant. Von Mitte Oktober bis Anfang November stieg die Distanz auf über 400 km. Ab Mitte November wurden einzelne Fälle sehr nahe an der Staatsgrenze gemeldet. Ab Mai 2021 stieg die Entfernung von HPAI-Fällen zur Staatsgrenze auf über 400 km im Juni. Im Februar 2021 trat HPAI auf österreichischem Staatsgebiet auf. Detailbeschreibung im Kapitel "Situation in Europa".
Abbildung HPAI-Distanz: Distanz der im ADIS gemeldeten HPAI-Fälle zur österreichischen Staatsgrenze im Zeitraum von 01.02.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).

Folgen für Österreich

Im Einvernehmen mit dem Landwirtschaftsministerium, den Bundesländern und unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Expertise der AGES hat das Gesundheitsministerium eine Stallpflicht für Betriebe mit 350 und mehr Stück Geflügel in den ausgewiesenen Risikogebieten erlassen. Hierdurch soll im aktuellen Seuchengeschehen eine Übertragung durch HPAIV-positives Nicht-Geflügel auf landwirtschaftliche Geflügelbestände weiterhin verhindert werden. Die Geflügelpest-Verordnung 2007 in der Fassung vom 15.02.2022 (siehe insbesondere § 8 und § 9), sowie die Liste mit den Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko (siehe Anlage 1) finden Sie hier. Eine Karte mit den Risikogebieten finden Sie hier.

Mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2021/641 der Kommission vom 16. April 2021, betreffend Sofortmaßnahmen im Zusammenhang mit Ausbrüchen der hochpathogenen aviären Influenza in bestimmten Mitgliedstaaten (zuletzt geändert durch Durchführungsbeschluss (EU) 2021/846) werden die Schutz- und Überwachungszonen auf Unionsebene ausgewiesen. Diese sind nach dem Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza bei Geflügel oder in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln gemäß Artikel 21 der Delegierten Verordnung (EU) 2020/687 einzurichten.

In Geflügelbeständen und bei Zoohaltungen sollten Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen weiterhin mit äußerster Sorgfalt umgesetzt werden. Jeglicher direkte oder indirekte Kontakt zu Wildvögeln stellt ein potentielles Risiko einer Krankheitsübertragung dar und sollte konsequent verhindert werden. Mit der “AI-Risikoampel” oder dem Online-Fragebogen “Biocheck” stehen kostenlose und anonyme Möglichkeiten zur Überprüfung des Status der Biosicherheit zur Verfügung.

Aufgrund des positiven Nachweises von HPAIV bei Nicht-Geflügel in Österreich und der anhaltenden Zirkulation von HPAI-Virus bei Wildvögeln sowie der grenznahen Fälle in Geflügelbeständen in Nachbarländern wird das Risiko für das Auftreten weiterer Fälle in Österreich als hoch eingestuft.

Kommentar

Der aktuelle HPAI-Seuchenzug hat sich zu dem schwersten in Europa ausgeweitet. Nach den anhaltenden Fallmeldungen in den Sommermonaten und einem rasanten Anstieg der HPAI-Meldungen in den Wintermonaten wird im aktuellen Berichtszeitraum ein Höhepunkt der Fallzahlen erreicht. Fälle bei Nicht-Geflügel machen hierbei einen Großteil der Fallmeldungen aus. Zusätzlich ist zu beachten, dass sich eine Fallmeldung nicht immer auf ein Einzeltier bezieht. Eine Fallmeldung kann ebenso mehrere tausend verendete Wildvögel repräsentieren. So berichteten die Niederlande von 4.000 verendeten Knuttstrandläufern oder Frankreich von bis zu 8.000 betroffenen Kranichen. Der aktuelle HPAI-Seuchenzug hat somit teilweise auch erhebliche Auswirkungen auf Wildvogelpopulationen. HPAIV hat ebenfalls bereits vielfach den Weg in Geflügelbestände gefunden und allein im Berichtszeitraum verstarben zehntausende Tiere oder mussten gekeult werden. Der Rückgang der Fallzahlen lässt jedoch den Rückschluss zu, dass Seuchenbekämpfungsmaßnahmen wirksam umgesetzt werden und sich die Betriebe an die Gefahrenlage angepasst haben. Die stark ansteigende Zahl betroffener Geflügelbetriebe im Süd-Westen Frankreichs verdeutlich hingegen die Gefahr von Sekundärausbrüchen. Hierbei wird auch eine mögliche Weiterverbreitung über die Luft in Betracht gezogen. Die hohe Virusausscheidung durch infizierte Tiere vor dem ersten Auftreten klinischer Symptome erschwert die Eindämmung eines Seuchengeschehens.

Auch nach Abschluss des Herbstzuges kann die Weiterverbreitung von HPAIV durch klein- oder mittelräumige Wanderungsbewegungen von Wildvögeln erfolgen. Besonders von Bedeutung sind hierbei heimische Wasservögel, wie Enten und Gänse, die sich wiederholt infizieren und Erreger ausscheiden können, selbst aber selten Symptome zeigen. Die heimischen Wildwasservögel tragen somit ebenfalls zu einer Weiterverbreitung von HPAIV bei. Im Januar waren erneut in vielen Ländern häufig Tiere in Hobbyhaltung, die Kontakt zu heimischen Wildvögeln hatten, betroffen.

Jeder direkte oder indirekte Kontakt zu Wildvögeln, besonders Wildwasservögeln wie z.B. Wildenten, stellt ein Übertragungsrisiko dar.

Die korrekte Umsetzung von Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen in Geflügelhaltungen und beim Lebendgeflügelhandel sind ebenso von besonderer Bedeutung wie die Verhinderung des Kontaktes zu Nicht-Geflügel, besonders zu Wildwasservögeln wie Stockenten. Informationsmaterialien und die Kommunikation der aktuellen Situation sollten bestmöglich eingesetzt werden, damit Tierhalter ihre Tiere effektiv schützen können. Beispiele für Informationsmaterial finden Sie für private Geflügelhaltungen hier und für Geflügelbetriebe hier. Wichtig sind Informationen an Tierhalterinnen/Tierhalter und Tierärztinnen/Tierärzte über die frühzeitige Erkennung und korrekte Vorgehensweise im Seuchenfall.

Tote oder verendende Wildwasservögel und Greifvögel müssen weiterhin der Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet und intensiv untersucht werden, damit Viruseinträge frühzeitig erkannt und dementsprechende Maßnahmen getroffen werden können.

Während der Subtyp H5N1, der derzeit in Europa zirkuliert, für viele Vogelarten hochinfektiös ist, weist das Europäische Zentrum für Seuchenkontrolle ECDC auf eine schlechte Anpassung des Virus an den Menschen hin. Anfang Dezember wurde in England die Erkrankung eines Menschen an HPAI (H5N1) nachgewiesen, die auf engen und häufigen Kontakt zu infiziertem Geflügel zurückverfolgt werden konnte. Andere Personen, die ebenfalls Kontakt zu diesen Tieren hatten, wurden nicht infiziert. Laut den britischen Gesundheitsbehörden handelt es sich um ein sehr seltenes Ereignis, das auf die besonderen Umstände in diesem Betrieb zurückzuführen ist. Eine Weiterverbreitung von Mensch zu Mensch wurde noch nicht beobachtet. Dennoch sollte bei Kontakt zu infiziertem Geflügel Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung, ergriffen werden.

Quellen

ADIS, PROMED, FLI

Icon LeerIcon Info
Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.

Tollwut

Im Berichtzeitraum (Stichtag: 03.02.2022) wurden in Europa 8 RABIES-Fälle (Vormonat 33 Fälle) gemeldet. Polen meldete 7 Fälle, die Türkei meldete einen Fall (für einen Überblick über die letzten drei Monate siehe Tabelle RABIES-Fälle).

Seit Februar 2021 meldete Polen mehrere Tollwutausbrüche bei Rotfüchsen in der Woiwodschaft Mazowieckie nahe der Hauptstadt Warschau. Diese Region liegt ca. 30 bis 40 km westlich des Gebiets, in dem die orale Impfung von Füchsen durchgeführt wird. Im Januar 2022 wurden 7 Fälle bei Rotfüchsen gemeldet. In der Türkei wurde ein Fall bei einem Hund gemeldet.

Eines der größten Risiken der Wiedereinschleppung von Tollwut in eine tollwutfreie Population ist der Transport von nicht geimpften Tieren aus Ländern mit endemischer Tollwut. Die Überwachungsmaßnahmen sollten darauf abzielen, die illegale Einfuhr von tollwütigen oder nicht geimpften Welpen zu bekämpfen.

Österreich wurde 2008 für frei von terrestrischer Tollwut erklärt. Zuletzt wurde 2004 und 2006 bei je einem Fuchs Tollwut diagnostiziert. Weitere Informationen über Tollwut finden Sie hier.
Tabelle RABIES-Fälle: Anzahl der RABIES-Meldungen im ADIS im Zeitraum von 01.11.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
Nov Dez Jan
Polen 14 16 7
Türkei 12 16 1
Rumänien 2 1 0
GESAMT 28 33 8
Icon RindIcon SchafIcon ZiegeIcon WildIcon LamaIcon KamelidIcon Info
Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.

Blauzungenkrankheit

Entsprechend den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren ist auch im Winter 2021/2022 eine deutliche Reduzierung der BT-Fallzahlen zu beobachten, begründet durch das Fehlen der Insekten als Überträger. Für weitere Informationen der EU, einen Rückblick auf die Zonen mit dem entsprechenden Seuchenstatus und die zirkulierenden Serotypen als Karte und Tabelle finden Sie hier.

In den Jahren 2008 und 2009 traten die ersten BT-Fälle (Serotyp 8) in Österreich auf. Im Zuge eines Seuchenzuges in Südosteuropa wurde 2015 und 2016 auch BTV Serotyp 4 in Österreich nachgewiesen. Seit 2017 wurde bundesweit kein weiterer BT-Fall mehr festgestellt, und 2018 wurden sämtliche BTV-4 Restriktionszonen aufgehoben. Mit 01.12.2021 begann in Österreich die vektorfreie Zeit, sie endet am 30.04.2022. Das Risiko für Österreich wird derzeit als gering eingestuft.

Weitere Informationen über die Blauzungenkrankheit finden Sie hier. Informationen der EU zu den Bekämpfungsmaßnahmen im Rahmen des neuen Tierseuchenrechts finden Sie hier.

Tabelle BT-Fälle: Anzahl der BT-Meldungen im ADIS im Zeitraum von 01.11.2021 bis 31.01.2022 (Stichtag: 03.02.2022).
Nov Dez Jan
Portugal 2 0 0
GESAMT 2 0 0
x