Verzehrfertig zubereitete Speisen zur direkten Abgabe vor Ort

Endbericht der Schwerpunktaktion A-700-21

veröffentlicht am: 28.04.2022

Ziel der Schwerpunktaktion war die Erhebung der Genusstauglichkeit (sensorische und mikrobiologische Untersuchung) von selbst erzeugten Speisen. Bei den mikrobiologischen Parametern wurden neben Verderb- bzw. Hygieneindikatorkeime (Mesophile aerobe Keime, Enterobacteriaceae, Escherichia coli, koagulase positive Staphylokokken, Pseudomonaden) auch pathogene Keime (Bacillus cereus, Salmonellen, Listeria monocytogenes) untersucht. Bei verpackter Ware erfolgte zusätzlich eine Überprüfung der Kennzeichnung.

1.296 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht. 100 Proben wurden beanstandet:

  • Drei Proben wurden als gesundheitsschädlich und daher als nicht sicher beurteilt: eine Probe aufgrund der Kontamination mit Listeria monocytogenes und bei zwei Proben waren die Keimgehalte von präsumtivem Bacillus cereus extrem hoch.
  • 17 Proben wurden als für den menschlichen Verzehr ungeeignet beurteilt, da die Keimgehalte von Hygieneindikatoren bzw. Verderbniskeimen sehr hoch waren. Zusätzlich entsprach die Sensorik bei einer Probe nicht den Anforderungen.
  • Bei 20 Proben war der Gehalt an Enterobacteriaceae, mesophilen aeroben Keimen und Pseudomonaden geringfügig erhöht, weiters waren leichte sensorische Mängel (minimale Abweichungen im Aussehen der Proben) feststellbar. Deswegen wurden diese Proben als wertgemindert beurteilt.
  • Bei acht Proben wurde aufgrund von Abweichungen von Lagertemperaturen in der Aufbewahrung (Nichteinhaltung von Lagertemperaturen bei der Probenahme) ein Hygieneverstoß ausgesprochen. Bei einer Probe waren die Keimgehalte direkt nach der Herstellung zu hoch.
  • Die Überprüfung der Einhaltung der Allergeninformationsverordnung ergab bei drei Proben eine Beanstandung.
  • Bei den vorverpackten Waren wurden bei insgesamt 49 Proben Kennzeichnungsmängel festgestellt.

 

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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